Im Rahmen der diesjährigen Projektwoche absolvierten die Schülerinnen und Schüler der Klassen GP27A und GP27B ein intensives, dreitägiges Seminar zum Thema „Sterben, Tod und Trauer“. Das Seminar, das im Konferenzraum des KMG Klinikums Sondershausen stattfand, bot den angehenden Pflegefachkräften Raum für eine tiefgehende theoretische und praktische Auseinandersetzung mit einem der sensibelsten Bereiche ihres künftigen Berufsfeldes.
Der Fokus der drei Tage lag nicht nur auf der pflegerischen Versorgung schwerstkranker Menschen, sondern auch auf der eigenen emotionalen Reflexion. Die Schüler beschäftigten sich intensiv mit den Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross, den Zeichen des nahenden Todes sowie der bedürfnisorientierten Begleitung am Lebensende.
Besonders prägend waren die Exkursionen, die den Schülern Einblicke jenseits des Klinikalltags ermöglichten:
- Am ersten Tag startete das Seminar mit einer Hausführung im KMG Klinikum inklusive des Besuchs der Pathologie mit den Kühlzellen.
- Der zweite Tag stand im Zeichen der Bestattungskultur mit einem Besuch im Bestattungshaus Hettler in Sondershausen.
- Zuletzt bildete die Besichtigung des Krematoriums im Harz (Kinderode) den Abschluss der Exkursionen.
Wir lernten, dass die Versorgung Verstorbener eine Aufgabe ist, die mit höchstem Respekt, Behutsamkeit und Würde durchgeführt werden muss. Ein herzlicher Dank gilt dem Bestattungshaus Hettler Sondershausen sowie dem Krematorium im Harz für die wertvollen Einblicke in die würdevolle Gestaltung des letzten Weges eines Menschen. Diese Erfahrungen helfen unseren Schülern dabei, Berührungsängste abzubauen und eine professionelle, empathische Haltung für ihre spätere Arbeit in der Palliativversorgung zu entwickeln.
Carolin Ostwald
