✈️ Erasmus Gruppenmobilität in Finnland
Vom 18.05. bis 23.05. durften wir mit 14 Teilnehmenden Finnland erkunden und dabei das finnische Bildungs- und Gesundheitssystem kennenlernen. Nach der Anreise über Frankfurt, Helsinki und Oulu erwarteten uns gemütliche Unterkünfte direkt am Meer in Kalajoki.
Während unseres Besuchs beim Vocational Education Centre JEDU in Oulainen erhielten wir spannende Einblicke in die Schule, das finnische Bildungssystem und die Ausbildung im Gesundheitsbereich. Außerdem konnten wir ein Pflegeheim besichtigen und viele neue Kontakte knüpfen.
Neben dem fachlichen Austausch blieb auch Zeit für gemeinsame Aktivitäten: Shopping, Wanderungen entlang der finnischen Küste, Restaurantbesuche, Sauna und sogar ein Bad im Meer. Ein besonderes Highlight war das von Kochschülerinnen und -schülern zubereitete Mittagessen.
Eine unvergessliche Woche voller neuer Erfahrungen, interessanter Einblicke und internationaler Begegnungen!
Tamara Aimée Metz
GP27A
Und was genau geschah …
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Tag 1: JEDU besucht
Unser Blick ins finnische Schulleben
Am ersten Tag unseres Erasmus-Austausches in Finnland besuchten wir unsere Partnerschule JEDU in Oulainen. Zu Beginn wurde uns das allgemeine Schulsystem in Finnland vorgestellt. Dabei konnten wir einige Unterschiede zu unserem Schulalltag in Deutschland feststellen. Besonders interessant war für uns, dass die Lehrerinnen und Lehrer individuelle Stundenpläne für die einzelnen Schülerinnen und Schüler erstellen. So kann besser auf persönliche Stärken, Schwächen und Interessen eingegangen werden. Insgesamt hatten wir den Eindruck, dass das finnische Schulsystem viel Wert auf Vertrauen, Selbstständigkeit und eine gute Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülern legt. Anschließend führte uns eine Lehrerin durch das Gebäude der Berufsschule. Schon beim Rundgang fiel uns auf, dass die Schule sehr modern und schülerfreundlich eingerichtet ist. Die Räume wirkten offen und angenehm gestaltet. Außerdem gibt es frei zugängliche Laptops, kostenloses WLAN und einen Ruheraum nur für Schülerinnen und Schüler, den Lehrkräfte nicht betreten dürfen. Das fanden wir besonders ungewöhnlich, weil dadurch deutlich wurde, wie viel Vertrauen den Schülern entgegengebracht wird.
Besonders spannend war der Praxisbereich. Dort gibt es einen zweigeteilten Praxisraum mit Kameras, sodass Lehrkräfte die Übungen aus einem anderen Raum beobachten können. Außerdem sahen wir eine programmierbare Übungspuppe, an der sehr realistische Situationen geübt werden können. Man kann an ihr zum Beispiel den Puls messen. Auch die Atmung kann individuell eingestellt werden: Der Brustkorb bewegt sich, das Tempo kann verändert werden und es können verschiedene Atemgeräusche simuliert werden. Sogar das „Sprechen“ der Puppe ist möglich, indem Lehrkräfte über ein Mikrofon für die Puppe sprechen. Das hat uns besonders beeindruckt, weil die Übungen dadurch sehr echt wirken.
Auch die Verpflegung an der Schule fanden wir bemerkenswert. Die Schülerinnen und Schüler erhalten kostenlos ein kleines Frühstück mit gesunden Lebensmitteln wie Obst und Gemüse. Zusätzlich stehen Tee, Kaffee, Wasser und Kakao frei zur Verfügung. Mittags gibt es ein warmes Essen, das direkt in der Schule zubereitet wird und von vielen Schülerinnen und Schülern gern angenommen wird.
Am Nachmittag besuchten wir noch Kärkkäinen in Ylivieska. Das große Kaufhaus war für uns ebenfalls interessant, weil dort viele verschiedene Bereiche unter einem Dach zu finden sind. Daran konnte man gut erkennen, dass die Infrastruktur in der Region anders ist als bei uns und man für manche Geschäfte sonst weitere Wege zurücklegen müsste. Gleichzeitig fiel uns positiv auf, dass die Kommunikation auf Englisch überall gut funktionierte. Auch mit einfachem Englisch konnte man sich gut verständigen. Insgesamt war der erste Tag an unserer Partnerschule sehr spannend und abwechslungsreich. Wir konnten viele neue Eindrücke sammeln und haben direkt einen guten Einblick in den finnischen Schulalltag bekommen.
Emily Hesse, Stella Rößler
GP-25A -
Tag 2: Von Puls bis Praxis
Lernen mit Simulationspuppe
Am zweiten Tag unseres Aufenthalts an der Pflegeschule JEDU in Oulainen nahmen wir an einer praktischen Lernsituation teil. In gemischten Teams aus jeweils zwei deutschen Pflegeschülern und zwei finnischen Notfallsanitäterschülern arbeiteten wir mit einer Simulationspuppe. Die Puppe konnte sprechen, atmen und einen tastbaren Puls darstellen, wodurch eine realitätsnahe Versorgungssituation geschaffen wurde.
Zu Beginn erhielten wir eine grobe Fallschilderung als Ausgangspunkt. Anschließend mussten wir die Situation eigenständig einschätzen, pflegerische Maßnahmen durchführen und den Zustand der „Patientin“ beziehungsweise des „Patienten“ beurteilen. Dabei waren Kommunikation in Englisch, Teamarbeit und klinisches Denken besonders wichtig.
Unsere Aufgabe bestand außerdem darin, alle relevanten Informationen strukturiert an die finnischen Notfallsanitäterschüler zu übergeben. Dazu gehörten unter anderem Beobachtungen zum Gesundheitszustand, erhobene Vitalzeichen, durchgeführte Maßnahmen sowie mögliche Veränderungen des Zustands. Die Übung ermöglichte einen praxisnahen Einblick in die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Pflegeschülern und Rettungsdienst-Schülern und förderte gleichzeitig die Kommunikation in einem internationalen Team.
Charlie Nohl
GP27A -
Tag 3: Zeitreise Pflege
Oulaskangas zeigt historische Pflegepraxis
Am Donnerstag tauchten wir in die Geschichte Oulainens ein. Im Krankenhausmuseum Oulaskangas erhielten wir einen eindrucksvollen Einblick, wie Pflege früher ausgeführt wurde und welche Techniken damals zum Einsatz kamen.
Es spezialisierte sich auf die medizinische Versorgung mit regionalem Krankenhausniveau in den Fachbereichen: “Lungenerkrankungen, Chirurgie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Pädiatrie, Gynäkologie und Innere Medizin.”
Auf der anderen Seite im Haus gab es einen düsteren Einblick in den damaligen Krieg (Finnland gegen Deutschland 1941 - 1944 ). Eine traumatische Zeit für alle Beteiligten!
Zum Nachmittag hin schauten wir uns eine Kunstgalerie an. Eine spannende und faszinierende Kunst, die uns begeisterte.
Zum Schluss bekamen wir einen Einblick in ein finnisches kommunales Pflegeheim, das über 47 Plätze in vier verschiedenen Stationen verfügt. Es bietet rund um die Uhr Betreuung und Pflege an. Unter anderem gibt es 20 Plätze für gemeinschaftliches und betreutes Wohnen.
Emily-Jasmin Agel
ZFA24
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